Kanada ist eines der faszinierendsten Länder der Welt. Im Herbst 2007 unternahmen wir eine Wohnmobilreise durch die Provinz Alberta. Die Prärieprovinz liegt am östlichen Rande der Rocky Mountains.
Von Calgary, wo wir eine Woche in einem Bed & Breakfast wohnten, starten wir unsere dreiwöchige Wohnmobiltour. Die Fahrstrecke betrug 2.800 km.
In dieser Rubrik lesen Sie unser Tagebuch, welches während der Reise geschrieben und im Internet veröffentlicht wurde.
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von Frank Weinschenk
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2.03.2007 |
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Wir werden die ersten Tage in Calgary verbringen. Dort haben wir uns in einen Bed & Breakfast (private Pension) eingemietet. Zum Einen wollen wir uns natürlich die Stadt anschauen, zum Anderen aber auch noch mit Kleidung und Ausrüstung ausstatten. Warme Kleidung ist wirk-lich nur noch spärlich vorhanden, da wir die ja auf Teneriffa so gut wie nie benötigen.
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von Frank Weinschenk
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15.09.2007 |
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So: jetzt ist alles bereit. Obwohl wir vier Gepäckstücke mitnehmen dürften, konnten wir alles in drei verstauen. Der Trick: in der roten Gepäckrolle, einem Überbleibsel aus Motorradtouren-Zeiten, versteckt sich ein Rucksack, der auf dem Rückweg bestimmt vollbepackt als viertes Teil die Reise antreten wird.
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von Frank Weinschenk
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17.09.2007 |
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Die Reise begann am Montag morgen um 5 Uhr, 20 Minuten später waren wir am Nordflughafen. Dort stellten wir fest, dass dieser erst um 6 Uhr geöffnet wird. Abflug war dann planmäßig um 7:15 Uhr nach Madrid. Hier hatte dann der Anschlussflug nach London 45 Minuten Verspätung. Noch war diese Verspätung zu verkraften.
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von Frank Weinschenk
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18.09.2007 |
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Heute sind wir in die Innenstadt von Calgary gelaufen. Wir sind zu Fuß nur 30 Minuten vom Zentrum entfernt und trotzdem ist es sehr ruhig hier. In Calgary gibt es zwei Parallelstraßen, die Fußgängerzone sind.
Rund um diese Fußgängerzone sind die Gebäude mit geschlossenen Fußgängerbrücken verbunden.
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von Frank Weinschenk
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22.09.2007 |
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Heute wurden wir schon am frühen Morgen von einer strahlenden Sonne begrüßt. Und so führte uns unser erster Weg – nach dem Frühstück mit Waffeln, Rührei, Würstchen und etwas Kasseler-ähnlichem – zum Calgary Tower.
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von Frank Weinschenk
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22.09.2007 |
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Mit der Straßenbahn fuhren wir in den größten Zoo Kanadas. Er ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Von der kanadischen Wildnis, über Afrika, Australien, Eurasien und Südamerika bis hin zu einem prähistorischen Themengebiet. Im letzteren gibt es allerdings keine lebenden Tiere zu sehen, zum Glück. Auffallend in diesem Zoo sind die riesigen, weitläufigen Gehege. Auch gibt es die Möglichkeit, Tiere ohne Barriere zu besichtigen.
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von Michaela Enzmann
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23.09.2007 |
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Calgary, das auf Grund seiner landwirtschaftlichen Tradition auch Cowtown (Kuhstadt) genannt wird, hat eine sehr junge Geschichte. 1875 wurde hier das Fort Calgary gegründet, in dem die North West Mounted Police stationiert wurde. Sie sollte im wilden Westen für Ordnung sorgen, wo gewissenlose Pelzhändler die Indianer mit Whiskey bezahlten. 1884 wurde der Ort Calgary gegründet, der 1894 zur Stadt ernannt wurde.
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von Frank Weinschenk
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23.09.2007 |
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In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es Kanada eigentlich noch gar nicht. Es gab vier Provinzen im Osten, aber keine Verbindung zum Westen. British Columbia war Britische Kolonie. Durch die Vereinigten Staaten gab es eine latente Bedrohung der Übernahme dieser Kolonie, da diese militärisch nicht geschützt werden konnte, genauso wenig wie die von Europäern noch unbesiedelten Gebiete (heute die Provinzen Alberta und Sasketchewan). So bot der kanadische Premierminister British Columbia (BC) an, eine Eisenbahnlinie von Montreal nach Vancouver (welches damals noch nicht existierte) zu bauen, wenn BC der kanadischen Konföderation beitreten würde. Dies geschah auch und der Premierminister musste nun sein Versprechen einhalten.
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von Frank Weinschenk
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24.09.2007 |
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Heute geht unsere „richtige“ Kanada-Reise los. Wir übernehmen das Wohnmobil. Es ist 25 Fuß lang (ca. 7,6 Meter) und für zwei Personen sehr geräumig.
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von Frank Weinschenk
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25.09.2007 |
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 Alberta ist Farmprovinz. Heute ging es zum Waterton Park im Süden, an der Grenze zu den USA. Diesen haben wir nach einen Zwischenstopp am Weltkulturerbe der UNESCO, dem „Head Smashed-In Buffalo Jump“ erreicht. Dieses Museum ist an einer Stelle errichtet, an der die Indianer über 6000 Jahre lang Bisons über Felswände getrieben haben, wo diese zu Tode kamen und von den Indianern verarbeitet werden konnten. Erst nach der Einführung des Pferdes wurde diese Methode nicht mehr angewandt.
Im Waterton Park ist die Saison zu Ende. Der letzte Lebensmittelladen schließt übermorgen. Sollten wir dann noch hier sein, müssten wir im 64 km entfernten Pincher Creek einkaufen.
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