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Bald im siebten Himmel? | Drucken |
von Frank Weinschenk   
1.11.2008

Nachdem das aktuelle Betriebssystem von Microsoft „Windows Vista“ knapp zwei Jahre auf dem Markt ist, wird jetzt sein Nachfolger angekündigt. Für Microsoft ist das ein rasanter Entwicklungsschritt. Bereits 2010 soll das neue – derzeit als „Windows 7“ bezeichnete – System veröffentlicht werden.

Windows Vista hat immer noch keinen guten Ruf und die Bedienung ist manchmal kompliziert und mit nervenden Fragefenstern gespickt. Außerdem erfordert Vista sehr leistungsfähige Computerkomponenten. Mit Windows 7 soll vieles besser werden. So wird die lästige, unflexible Seitenleiste aus Vista verschwinden. Die darin befindlichen Widgets (kleine Zusatzprogramme) können dann frei positioniert werden. Eine verbesserte Suchfunktion ermöglicht das schnellere Auffinden von Dateien, Ordnern oder Programmen – eine Funktion, die bei Apple schon lange zur Verfügung steht.  

Sehr hilfreich scheint eine neue Gruppieren-Funktion zu sein. Diese ist vergleichbar mit Wiedergabelisten, wie sie z.B. in iTunes für Musik bereits verfügbar sind. Diese Funktion ermöglicht es, Dateien in sogenannten Bibliotheken zusammenzufassen, ohne den Speicherort verändern zu müssen. Ein und dieselbe Datei kann in verschiedene Bibliotheken aufgenommen werden. Hier ein Beispiel zur Erläuterung, wie diese Bibliotheken funktionieren:  Nehmen wir an, zwei unterschiedliche Texte über Ihre Blumenzüchtungen (der eine für Laien, der andere für Fachleute) sollen mit den gleichen Fotos versehen werden. Die Texte liegen als Word-Dateien vor, die Fotos sind jpg-Dateien. Um Text und Fotos übersichtlich sortieren zu können, legt man zwei Bibliotheken an (z.B. Laien und Fachleute). In jede der Bibliotheken kommt nun der entsprechende Text und die Fotos werden in beide Bibliotheken übernommen – ohne sie mehrfach speichern zu müssen.

Gespannt kann man auf die als „Mutitouch“ bezeichnete Funktion sein. Dank dieser Technologie wird der Computer mit dem Finger auf speziellen Monitoren bedient. So kann man mit einem Finger Dateien verschieben, Fotos anordnen usw., mit zwei Fingern können Fotos vergrößert oder verkleinert werden. Wahrscheinlich wird man dann allerdings seinen Bildschirm öfter putzen müssen. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

 

 
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