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Heute plaudere ich ein bisschen aus meinem Nähkästchen. Ab und an läuft bei uns das Telefon heiß, zum Beispiel wenn mal für einige Stunden oder gar einen Tag ein E-Mail-Provider seine Kunden wegen einer technischen Störung nicht bedienen kann. Immer wieder passiert es dann, dass sich Computernutzer unbeabsichtigt von Ihrem E-Mail-Postfach abschneiden. Und Schuld daran ist ein zur Verwirrung führendes Fenster, das Benutzernamen und Kennwort abfragt. Um zu verstehen, wie das passieren kann und vor allem wie man das verhindert, soll hier das Prinzip kurz erklärt werden.
Der komfortabelste Weg, mit E-Mails zu arbeiten, ist mittels eines Programms (z.B. Windows Mail, Outlook Express, Thunderbird) die E-Mails automatisch aus dem Briefkasten (E-Mailserver) abholen zu lassen. Für den Abruf der Mails benötigt das Programm u.a. den Benutzernamen und das Kennwort des E-Mailkontos. Als Benutzername fungiert meist die E-Mailadresse. Das Kennwort wird bei der Einrichtung des E-Mailkontos beim Provider (z.B. Web.de, GMX, Yahoo, etc.) festgelegt. Damit sich niemand unbefugt Zutritt verschaffen kann, überprüft der Mailserver – ohne dass der Benutzer das registriert – bei jedem Abruf und Versand von E-Mails diese Daten. Das funktioniert in 99 % der Fälle und Sie können Ihre E-Mails ohne Probleme versenden bzw. empfangen. Kennwort-Fenster stiftet Verwirrung Gibt es bei der Identifizierung bzw. in Computersprache „Authentifizierung“ ein Problem, dann reagiert das E-Mailprogramm mit einer entsprechenden Meldung. Es erscheint ein Fenster, in dem Sie zur Eingabe des Benutzernamens und des Kennwortes aufgefordert werden. Hier gibt es nur eine Lösungsmöglichkeit: klicken Sie immer auf Abbrechen! Denn die Daten sind eigentlich immer korrekt im E-Mailprogramm gespeichert und werden dort auch nicht ohne eigenes zutun verändert. Besagtes Fenster zur Eingabe erscheint oft aufgrund einer Fehlinterpretation des E-Mail-Programms. Zum Beispiel dann, wenn der E-Mailserver aus irgendeinem Grunde den E-Mailabruf nicht ermöglichen kann (z.B. technischer Defekt, Überlastung oder bei Web.de wenn man öfter als einmal innerhalb von 15 Minuten seine E-Mails abruft). In diesem Fall registriert das E-Mailprogramm den gescheiterten Versuch in das Postfach zu gelangen und reagiert mit der einzigen Möglichkeit, die es zur Verfügung hat, nämlich der Aufforderung den Benutzer und das Kennwort einzugeben. Was aber nichts hilft, da das Problem beim Provider liegt. Das Fenster ist nichts anderes, als ein Besetztzeichen, allerdings mit unkorrekten Angaben. Die beste Lösung ist in solch einem Fall, das Fenster mit „Abbrechen“ zu schließen und es ein paar Minuten später nochmals zu versuchen. Die E-Mailprovider garantieren meist eine 99%ige Verfügbarkeit ihres Dienstes (für den die Wenigsten etwas bezahlen). Das bedeutet, dass theoretisch die E-Mailfunktion 3,6 Tage im Jahr nicht funktionieren kann. Wenn Sie also einmal für ein paar Stunden keine E-Mails empfangen oder versenden können, dann machen Sie sich bewusst, dass es ja an 364 Tagen im Jahr funktioniert. Hat’s „klick“ gemacht? Dieser Artikel erschien am 3. Februar 2010 in Ausgabe 104 im Wochenblatt (Die Zeitung der Kanarischen Inseln) |